Veränderung passiert immer schneller

Das ist tatsächlich so – und nicht erst seit ein Teller Fledermaussuppe am Markt von Wuhan den Lauf der Dinge auf der ganzen Welt verändert hat. 

Ein Blick in die Statistik illustriert, mit welcher unglaublichen Geschwindigkeit sich Trends etablieren, Märkte verändern und Unternehmen vor neue Herausforderungen gestellt werden. Während es ganze 7 Jahre dauerte, um weltweit 50 Millionen Menschen zu Internet-User:innen zu machen, benötigte das bekannte Smartphone-Game Pokémon-Go nur noch unglaubliche 19 Tage, um die selbe Anzahl an Nutzer:innen zu überzeugen.

Quelle: https://www.visualcapitalist.com/how-long-does-it-take-to-hit-50-million-users/

 

Diese Geschwindigkeit stellt Unternehmen vor immer neue Herausforderungen und macht traditionelle, langfristige Planung mittlerweile oft schwierig bis unmöglich. Doch wie können Organisationen mit dieser Unsicherheit umgehen, ohne sich vollends dem Chaos auszuliefern? Die Antwort: Mit OKRs!

 

Wie kann man OKRs einordnen?

OKRs sind die Managementmethode des agilen Zeitalters. Das Akronym steht dabei für „Objectives and Key Results“, also Ziele und Schlüsselergebnisse. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sie Organisationen einen Rahmen bieten, der sie dabei unterstützt Entscheidungen logisch, pragmatisch und faktenbasiert zu treffen. Und es ihnen gleichzeitig ermöglicht, dabei kurzfristig und flexibel agieren zu können. Der Grundgedanke ist hierbei, dass in einer komplexen, dynamischen Welt jene Unternehmen erfolgreich sein werden, die es bestmöglich schaffen sich auf ihre zentralen, wertstiftenden Aufgaben zu fokussieren. Oder, um es mit den Worten des OKR-Masterminds Andy Grove zu sagen: „If you focus on everything, you focus on nothing“. Was so viel heißt wie: Wenn du dich auf alles konzentrierst, konzentrierst du dich auf nichts.

OKRs stehen dabei nicht im Widerspruch zur langfristigen Unternehmensvision und -strategie, sondern sind als perfekte Ergänzung zu verstehen, die es auf operativer Ebene ermöglicht, alle Aktivitäten einer Organisation so zu priorisieren und auszurichten, dass sie bestmöglich auf eben diese Vision und Strategie einzahlen.

Quelle: Leaders21 OKR Handbook DE

 

OKRs sind nur für Start-ups… oder?

Die Erfolgsgeschichte der OKR-Methode wird stark mit ihrem Einsatz bei digitalen Schwergewichten wie Google, Twitter oder Spotify in Verbindung gebracht. Grund dafür ist, dass deren Branchen natürlich besonders stark von Veränderungen und Disruptionen geprägt sind und schnelles Handeln daher oft über Erfolg oder Misserfolg der Unternehmen entscheidet. 

Ob der Einsatz von OKRs für eine Organisation sinnvoll ist, hat jedoch weder mit deren Unternehmensgegenstand, Größe oder Branche zu tun, sondern einzig und allein mit dem dort herrschenden Mindset. Der Erfolg der Methode basiert auf der Tatsache, dass jede:r Mitarbeiter:in in einem Unternehmen genau versteht, welche Rolle er:sie im großen Ganzen spielt und seine:ihre Rolle dementsprechend interpretieren kann.

 

Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten mit OKRs

  • Visionäres Denken: Jede:r ist eingeladen, weit über den Tellerrand zu blicken und kreativ und eigenverantwortlich nach den optimalen Lösungen zu suchen.
  • Empowerment: Mitarbeiter:innen sind per se leistungsbereit, und wollen und können ihren Fokus so legen, dass ihre Aktivitäten bestmöglich zum Unternehmenserfolg beitragen.
  • Transparenz: Die gesamte Organisation lebt vollständige Transparenz, was ihre strategischen Ziele und operativen Stoßrichtungen angeht, um es dem Team so zu ermöglichen zum ganzheitlichen Erfolg des Unternehmens beizutragen.
  • Kommunikation: Die Organisation lebt und fördert offene Kommunikation, um eng abgestimmt in Richtung der Objectives zu arbeiten.

 

Wie funktionieren OKRs in der Praxis?

Alleine im ersten Jahr unseres Bestehens durften wir von Leaders21 schon die verschiedensten Unternehmen bei der Einführung der OKR-Methodik begleiten. Auch wenn ihre individuellen Ausgangslagen sehr unterschiedlich waren, sind die kritischen Erfolgsfaktoren doch sehr ähnlich. 

Die oben genannten Rahmenbedingungen und die volle Unterstützung des Leaderships sind zwingend notwendig, um Alignment und Priorisierung innerhalb der Organisation zu ermöglichen. Auf operativer Ebene ist es absolut empfehlenswert, relativ streng „nach Lehrbuch“ vorzugehen. Das OKR-Framework fördert und fordert zwar einerseits Kommunikation und Agilität, ist jedoch sehr rigide, wenn es um die Einhaltung von Meetings und Formaten sowie Dokumentation und Tracking geht. Dieses starre Korsett ist mitunter auch die größte Herausforderung für Unternehmen, die beginnen mit OKRs zu arbeiten. Für viele ist es vor allem ungewohnt, mit der schnellen, kurzfristigen quartalsweisen Planung und Messung Schritt zu halten und das tägliche Arbeiten streng nach dieser Priorisierung auszurichten. 

Mit unserem Leaders21-Zugang führen wir Unternehmen Schritt für Schritt an die Arbeit mit OKRs heran und achten darauf, dabei die gesamte Organisation von Anfang an mitzunehmen. Erfolge stellen sich in der Regel bereits im ersten Quartal ein, ab dem zweiten, spätestens ab dem dritten Quartal sind die Teams befähigt, den vollen Planungszyklus alleine zu verantworten und als gesamte Organisation ihre Aktivitäten komplett an den gemeinsam entwickelten Objectives auszurichten.

 

Klingt spannened?

Wenn du neugierig geworden bist und mehr über OKRs wissen willst, findest du hier eine tolle, detaillierte Erklärung (auf Englisch) zur Methodik. Natürlich beantworten wir deine Fragen auch jederzeit gerne persönlich 😉